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MARGARETE HAHNER

I am attracted to the the idea that doing art is like going to confession and changing something negative into something positive. Depending on your perspective that could be read as Metamorphoses, double meaning, or better still, ambiguity over what is exactly what, when? “I strive to give my work a like sensibility: what exactly is what, when?”

 

born Bamberg/ Germany

Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe Germany 

single/two person show

 

2024

“Romance of Digestion” Zwinger Galerie, Berlin D

2023

“Heimlich” Track 17 Los Angeles, CA

2022

“Molting” LATate, (with Katy Crow) Los Angeles, CA

2019

“Zauberberg” Zwinger Galerie, Berlin D

“Beyond Good and Evil” Kunstverein Schwaebisch Hall, Schwaebisch Hall D (with Caro Suerkemper)

“Asteroid und Magen” Taut Haus Berlin D (with Astrid Stricker)

“Test Beyond Good and Evil” Cubist Spinoff, Los Angeles CA

2016

“Smaller Than Life” Zwinger Galerie, Berlin D

2013

“An Old Subject Made Older” Zwinger Galerie, Berlin D

2011

“I Confess” Zwinger Galerie, Berlin D

2010

“I Confess” Haus, Pasadena, CA

“Seen But Not Heard” L. A. Valley College, Van Nuys, CA

2007

“Suerte” Zwinger Galerie, Berlin D

2004

“Church of Blind Faith” Space Gallery at the YMCA, Los Angeles, CA

“Church of Blind Faith” Galerie Sutter-Kress, Erlangen

“Church of Blind Faith”  Zwinger Galerie, Berlin D

2001

“Kaskadeur” Zwinger Galerie, Berlin D

2000 

“LP” Schloss Wiepersdorf, Wiepersdorf D

1999

“Tableau Vivant” Zwinger Galerie, Berlin D

1998

“Die Evolution der Bilder” Kunstverein Bremerhaven, Bremerhaven D

“Ueber-Menschen” Soma Produzentengalerie, Berlin D

1996

“Mascha und Gelb” Galerie Brochier, Münich, D

“Mascha und Gelb” Zwinger Galerie, Berlin D

“Mascha und Gelb” Galerie Beck, Erlangen D

1992

“Bitte Nicht Stören” (mit Bernhard Haertter), Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Karlsruhe D

 

group shows

2026 

“Serious Topics” De Boer, Antwerp, Belgium

2025 

“Sa(l)vage is the Body – Tough Love” Durden & Ray, Los Angeles, CA

2025

“Femme Du Al”  Musee Du Al, Los Angeles, CA

2024

“Walking Distance” Bozomag Los Angeles, CA

2022

“A little girl’s horse craze” Zwinger Galerie, Berlin

“Summershow” Ladiesroom, Los Angeles, CA

“6 aus XX” obqo, Berlin, D

2021

Bozomag Los Angeles, CA

“Garden” Ladiesroom, Los Angeles, CA

2020

“Totentanz” Zwinger Galerie, Berlin D

“Don’t Look Back” Pøst/MIM, Los Angeles CA

2019

“Stilllebe”“ Zwinger Galerie, Berlin D

2015

“Miaber” Art Center, South Florida, FL

2014

“My Blood Whispers To Me” Pøst, Los Angeles CA „

2013

“Wood” Zwinger Galerie, Berlin D

2012

“Import/ Export” Transdisciplinary Plattform for Art, Kassel D

“The Happy Fainting of Painting” Zwinger Galerie, Berlin D

2011

“The Golden ASS” Annie Wharton Gallery, Los Angeles CA

2010

“Vor dem ZKM” ZKM, Museum fuer Neue Kunst, Karlsruhe D

“Papierfile #5,” Galerie oqbo, Berlin D

2009

“Miscellenea” Zwinger Galerie, Berlin D

“Blickmaschinen” Centro Andaluz de Arte Contemporáneo, Seville, Spain;

“Blickmaschinen” Mücsarnok Kunsthalle, Budapest, Ungarn

2008

“Red in Tooth and Claw” (with Garret Carr), PS2 Paragon Studios, Belfast, Irland

“Blickmaschinen” Museum für Gegenwartskunst, Siegen D

“Berlin Bouquet” The Living Room, Amsterdam, Holland

2006

“Dezentral” Neuer Kunstverein, Giessen

“Drawing Room” Chung King Project, Los Angeles, CA

“Essen” Galerie Billing Bild, Baar, Schweiz

“Sieben” Galerie Hartwich, Rügen D

“Flic-Flac” Kunst aus Berlin, “ Berlinische Galerie, Berlin D

2005

“Alle-Gory” Mandarin Gallery, Los Angeles CA

“The First Annual L.A. Weekly Biennial” Track 16, Los Angeles CA

“Endreime” Galerie Hengevoss Dürkop, Hamburg D

2004

“Medium Medien” Kunstverein/Kunsthalle Lingen, Lingen D

2002

“Kunstpreis der Volksbanken und Raiffeisenbanken” Kunstwerke, Berlin D

2001

“14th Stuttgarter Film Winter” Stuttgart D

1998

“Die Unruhe und die Zufriedenheit” Badischer Kunstverein, Karlsruhe, (Katalog) D

1997

“Group Show” Zwinger Galerie, Berlin D

1996

“Contrapartida” Kunstspeicher, Potsdam D

“Prospekt Kransnojarsk” Kunst auf Kampnagel, Hamburg D

“Schöne Aussichten” U-Bahn Alexanderplatz, Berlin D

1995

“Himmel und Erde” Dominikanerkloster, Frankfurt am Main D

1994

“Zeichnung” Galerie Borgemeister, Berlin D

“Prospekt Krasjonarsk” International Bielka Symposium, Moscow, Russland

1993

“Der König Ist Tot” Galerie Mutzek, Berlin D

1991

“Salon” Museum of Contemporary Art, Moscow, Russland

“ Heute ” Künstlerhaus Bethanien, Berlin D

 

Public Collections:

Berlinische Galerie Berlin

Kupferstichkabinett Berlin

Neuer Berliner Kunstverein Berlin

 

stipends/awards

2006 Kunstfonds Bonn, Bonn 2001 Kunstpreis der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken 2000 Stipendium, Schloss Wiepersdorf, Wiepersdorf 1997 Stiftung Kulturfond, Berlin 1996 Arbeitsstipendium des Berliner Senats Für WFK, Berlin 1995 Hoppe-Ritter Kunstförderung, Stuttgart 1993 Stipendium des Berliner Künstlerinnen Programms 1991 Goldrausch Künstlerinnennetzwerk, Berlin 1988 Landesgraduiertenstipendium Baden-Württemberg, Stuttgart

 


2006

Kunstfonds Bonn, Bonn

2001

Kunstpreis der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

2000

Stipendium, Schloss Wiepersdorf, Wiepersdorf

1997

Stiftung Kulturfond, Berlin

1996

Arbeitsstipendium des Berliner Senats Für WFK, Berlin

1995

Hoppe-Ritter Kunstförderung, Stuttgart

1993

Stipendium des Berliner Künstlerinnen Programms

1991

Goldrausch Künstlerinnennetzwerk, Berlin

1988

Landesgraduiertenstipendium Baden-Württemberg, Stuttgart

Teaching:

2004 – 2005
Visiting Professor, J W v Goethe Universität Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

2000

Visiting Lecturer, Sheffield Hallam University Fine Arts, City, England
Akademie de Bildenden Künste, München
Education:

1982-1988

Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, (Meisterschülern (MFA)with Per Kirkeby)

1985

Art Akademie, Trondheim, Norwegen

1988

Art Akademie, Helsinki, Finnland


2002

You’ll Lose All Your Fear…, Margarete Hahner und Autoren [Berlin, Germany].

1992

Bitte Nicht Stören, Margarete Hahner/ Bernd Fischer [Berlin].
Bibliographie:

2016

Blouartinfo
Natalia Masewicz, 31 Maerz
2009
Izbinski, Justin, ARTUs, #2/2009, p. 17.

2005

Harvey, Doug. “State of Emergence: Undiscovered Cracks in the Art World,” LA Weekly [Los Angeles] 8 October 2005, p. 54.

2004

Mueller, KB. “Das Unheimelige im Heimeligen,” TAZ [Berlin] 3 December 2004.
Jauslin, Kurt. “In der Kirche des Unheimeligen Glaubens,” Erlangener Nachrichten Erlangen, 5 May 2004.

2001-2

“Kunstpreis der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken,” Ausstelllung.

born in Bamberg D
lives and works in Berlin and Los Angeles

Verwandelt im Bild

 

Margarete Hahners brilliante Malerei spielt mit Farbe und Ambivalenz.

as kleine zweihöckrige Kamel schaut irritiert, als hätte es gerade etwas Unangenehmes entdeckt. Und tatsächlich, seine beiden Höcker bilden ganz eindeutig ein menschliches Gesicht. Das kann einem Kamel schon zusetzen. Aber vielleicht ist alles nur Einbildung? „Fata Morgana“, der Titel, den Margarete Hahner dem kleinformatigen Bild gegeben hat, deutet darauf hin. 

Hahner ist eine alte Bekannte bei Zwinger. Die 1960 in Bamberg geborene Künstlerin, die seit 20 Jahren in Los Angeles lebt und arbeitet, stellt seit 1996 bei Werner Müller aus. Und seit jeher sieht man in ihren Bildern plötzlich etwas, das man vorher nicht gesehen hat. 

Das konnte malerisch, installativ oder filmisch sein.

 Nun zeigt sie ausschließlich Malerei. Moment! Da ist dieses „Kleid“ (1993), ein kleines Schwarzes, in das ein kleiner Keilrahmen mit weißer Leinwand eingearbeitet ist. Damit man auf der Party eindeutig als Malerin erkannt wird. Oder auch nicht. Man muss es ja nicht glauben, was man sieht, aber man kann.Das ist die wunderbare Kunst der Margarete Hahner: die Kunst der Verwandlung, die „Romance of Digestion“ wie der Titel ihrer Ausstellung lautet. Die Kunst der Ambivalenz, die Kunst, die Farbe scheinbar ganz einfach, anspruchslos auf die Leinwand zu bringen, tatsächlich aber den Glanz und die Transparenz der roten Vase in einem Gemälde „o.T.“ aus diesem Jahr so gekonnt herauszuarbeiten, dass man den Blick gar nicht mehr abwenden möchte. „Meine Meere kommen aus dem Museum, meine Züge kommen aus dem Film“, hat die Künstlerin einmal gesagt und damit darauf hingewiesen, dass ihre Malerei Konzept ist, Selbstthematisierung und Zitat.

 

Die massive, geschlossene Holztür von „Kock Knock“ (2023) stammt aus der Kunstgeschichte und verweist auf die Gucklochtür von „Étant donnés“ (1966). Doch Hahner sieht vor der Tür nicht den Voyeur wie Marcel Duchamp, sondern eher den Bittsteller wie Kafka. Oder einfach sich selbst, denn „manchmal“, sagt sie, „ist Malen wie eine Tür, gegen die man haut und die nicht aufgeht“. Aber bei Zwinger hat sie sich geöffnet, mal sollte nicht versäumen, hindurchzugehen.

 

Brigitte Werneburg

 

Romance of Digestion

Durch diese Tür möchte man eigentlich nicht gehen. Vielleicht kurz rütteln, damit sie sich einen Spalt öffnet. Oder klopfen? Schließlich trägt das Bild den herrlichen Titel »Knock, knock«, der zwischen Kinderbuch und Horrormovie changiert – und dem Drang, den Schritt ins Unbekannte zu wagen während man sich gleichzeitig am Türrahmen festkrallt.

»Manchmal ist das Malen wie eine Tür, gegen die man haut und die nicht aufgeht«, sagt Margarete Hahner. Weil man es tief im Inneren vielleicht nicht will. Oft aber öffnet sie sich dann doch. Und dann tastet die Malerin sich Stufe um Stufe voran. In Tiefen, in denen die Ermahnungen einer streng katholischen Kindheit, die sie in Bamberg verbracht hat, noch immer simmern. Da lugt dann ein Arm bittend unter einem Damenrock hervor oder haut ein seltsames Wesen seine Zähne in einen Octopus, der eigentlich ein Netsuke ist. Eine kleine Figur, wie sie in Japan zum Beschweren von Kimonogürteln genutzt werden – und zum Schutz.

Oder sie lässt eine Palme durch einen Augapfel schießen – frei nach Matthäus 7.3.: »Weshalb siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, bemerkst aber den Balken in deinem eigenen Auge nicht?« Da trifft das Gefühl von Verdammnis, das den Katholizismus durchzieht, auf die Unbeschwertheit Kaliforniens, wo Margarete Hahner nach Stationen in Finnland, Portugal und einer längeren Zeit in Berlin seit fast 20 Jahren lebt.

Und unter der Sonne von Los Angeles trifft die eher kurze Historie des Landes auf die europäische Kunstgeschichte. Auf Sakralkunst, Informel – und auf Marcel Duchamp. »Étant donnés« heißt sein letztes Werk, das eine ebensolche Tür ist – aber mit zwei Gucklöchern und einem Frauenakt dahinter.

Doch so konkret braucht Margarete Hahner gar nicht zu werden. Denn es geht immer um die Verwandlung. »Romance of Digestion« hat sie deshalb ihre aktuelle Ausstellung genannt. Wie Nahrung durch Verdauung zu Energie wird, sind es bei ihr die visuellen Metamorphosen, die ihre ganz eigenen Kräfte freisetzen.

»Bevor sich etwas entwickelt ist es wie ein Gespenst, wie Rauch«, sagt die Malerin. Und um das zu erkunden, taucht sie ab oder kratzt an Oberflächen. Lässt in Bildern, die während der Pandemie entstanden, durch Gaze-Abdrücke auf die Welt schauen. Dann wieder schwebt eine Vase in einem unbestimmten Raum, in den aus drei Himmelsrichtungen Seifen gereicht werden. Nichts ist gesetzt, alles bleibt im Ungefähren. Ganz wie bei dem Kamel, dessen Rücken gleichzeitig auch ein Gesicht ist. »Visuelle Versprecher« nennt Margarete Hahner diese Momente, in denen man plötzlich etwas sieht, was man vorher nicht gesehen hat.

Manchmal auch weisen ihr die Umstände den Weg. Die trocknen Farbreste auf der Malpalette, die wie ein Haustier oder wie eine Pflanze gepflegt wird. Abgekratzt und mit einem langen Pinsel, der nicht nur Abstand schafft, sondern auch in die Zukunft zeigt, ist so die »Familienaufstellung« entstanden. Das Bild ist pastos und krustig, darauf Geschirr, das ganz wie die Restfarben leuchtet, Nieren, Eizellen und seltsame Wesen die schweben. Und Schritte suchen ihren Weg. Malerei, die aufräumt. Oder wie Hausarbeit ist. Schließlich ist die Groteske nie weit. Und so kniet eine Frau auf dem Boden und ihr Besen könnte auch ein Pinsel sein.»Ein Fleck, der in der Malerei zu Kunst wird, ist im Haus einfach Dreck.«

Sabine Danek

 

Margarete Hahner Explores Vision in “Smaller Than Life” at Zwinger Berlin

BY NATALIA MASEWICZ | MARCH 31, 2016

Margarete Hahner’s paintings at Zwinger Galerie in Berlin explore the concept of “vision,” as a synonym for both the physical ability to see, as well as the artistic sensibility. Titled “Smaller Than Life,” the exhibition examines the weight of its subjects, scrutinized by the artist’s penetrating gaze.

There is a degree of historicism in the way Hahner executes her works, which are stylistically reminiscent of German Expressionism and New Objectivity. The subjects are painted with broad, sketchy brushwork and muted, earthy colors.
The subjects’ and, by proxy, the creator’s vision is never completely objective, always obstructed by one object or another. Hahner examines the distortion produced on our vision of the world by hopes and despairs, symbolized in “Voll Leer” (2015, oil on wood panel) by two glasses, one full of water and the other one empty. The artist’s attitude is likewise poised between two extremes, self-mockery and earnestness. In another example Hahner draws the gaze inwards, as the subjects of her paintings examine themselves. The modern, fragmented self multiplies in front of the viewer, as in one of the untitled works (2014, oil on canvas, monoprint) which portrays a therapy session.
Hahner’s style is invariably linked to the subjects they represent, with the emphasis placed on heightened emotions, strong, subjective vision and the use of the grotesque.
Margarete Hahner: “Smaller Than Life” runs at ZWINGER Galerie, Mansteinstrasse 5, 10783 Berlin from March 18 through May 14, 2016. More information at www.zwinger-galerie.de